Im Hof steht die alte Schaukel,
knarrt im Wind so leis und rund,
und er sagt: *Ich bin der Reine*,
steht barfuß auf weichem Grund.
Kinder lachen hinter Zäunen,
Wolken treiben weiß vorbei,
doch er zählt noch seine Träume,
ordnet sie in Schwarz und Weiß.
**Refrain:**
Immer soll die Sonne schwingen,
überm Hof so hell und frei,
immer sollen Kinder singen,
doch er hört nur sich dabei.
Er sitzt hoch auf alten Brettern,
fliegt nach vorne, fliegt zurück,
ruft: *Die Welt muss klarer werden*,
ruft es laut — und sucht sein Glück.
Doch die Schaukel kennt kein Morgen,
keine Grenzen, keinen Plan,
nur ein Kreis aus alten Sorgen,
der sich leise drehen kann.
**Refrain:**
Immer soll die Sonne schwingen,
überm Hof so hell und frei,
immer sollen Kinder singen,
doch er hört nur sich dabei.
Und die Sonne scheint wie immer,
auf sein Spiel und auf sein Wort,
doch die Kinder werden größer,
und sie gehen einfach fort.
Nur die Schaukel bleibt noch stehen,
knarrt im Abendwind allein,
und wer immer „rein“ will bleiben,
bleibt am Ende auch allein.
**die Bridge:**
Eins, zwei – und die Sonne scheint.
Drei, vier – die Sonne scheint weiter.
Fünf, sechs – ich mache Sonne jetzt.
Sieben, acht – seh viele Sonnen sacht.
**Refrain (leise):**
Immer soll die Sonne schwingen,
überm Hof so hell und frei,
immer sollen Kinder singen…
doch nicht nur für einerlei.