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Vier Astronauten sind zum Mond geflogen – zum ersten Mal seit 1972. Doch die Artemis-2-Mission ist mehr als ein Testflug: Sie gilt als entscheidender Prüfstein dafür, ob die USA ihre Führungsrolle im All behaupten können. China plant spätestens 2030 eine eigene bemannte Mondmission – und wer dort zuerst dauerhaft präsent ist, könnte künftig Standards für Infrastruktur, Rohstoffe und Einfluss im All setzen.Das Programm dahinter ist ein Hochrisikoprojekt: Artemis hat bereits rund 100 Milliarden Dollar gekostet, wurde jahrelang verzögert und setzt mit dem Space Launch System teilweise auf überarbeitete Technik aus den 1980er-Jahren. Der Rechnungshof der NASA bewertet das Programm bei den aktuellen Kosten als kaum finanzierbar.
Gleichzeitig treiben private Unternehmen das Tempo voran: Mit rund 80 Prozent aller Raketenstarts weltweit ist SpaceX derzeit die dominierende Kraft im All.Langfristig wird der Weltraum vielfältiger: Neben den USA und China investieren auch Indien, Japan, Europa und die Emirate in eigene Programme. Bis etwa 2040 könnte sich eine multipolare Raumfahrt entwickeln, bei der mehrere Akteure eine relevante Rolle spielen. Deutschland plant bis 2030 Investitionen von rund 35 Milliarden Euro in Satelliten, Abwehr und Startkapazitäten. Russland hingegen verliert zunehmend an Bedeutung. Dabei stellt sich die Frage: Geht es vor allem um Prestige – oder um die Kontrolle über zukünftige Infrastruktur und Ressourcen im All?
Darüber spricht Dilan Gropengiesser mit ZEIT-Wissenschaftskorrespondent Stefan Schmitt in der aktuellen Folge von Was jetzt? – Die Woche.
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Was jetzt? – Die Woche