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Christian hat endlich seine Kendo-Prüfung abgelegt. Ein witziger Sport, denn da sieht man – im Gegensatz zu anderem Kampfsport wie dem Karate – nicht von außen, wie gut jemand ist. Gibt keine schwarzen Gürtel da. Kriegste schnell auf die Nase, wenn Du Dich mit dem Falschen anlegst.
Auf jeden Fall aber Christian’s Highlight der Woche. Er hat die Prüfung nämlich sogar bestanden.
In dieser neuen Folge von Klartext sprechen Christian Krug – entschuldigung: Dr. Christian Krug - und Oliver Ulbrich über’s Studieren. Oder auch das, was passiert, wenn man nicht studiert hat und in eine Beratung will.
Denn: Ohne Bachelor wird’s schwer, in eine Beratung reinzukommen. Nach zwei Jahren allerdings interessiert das keinen mehr.
Christian aber interessieren die Noten. Er hatte schon so viele ätzende Vorstellungsgespräche, in denen Leute nicht mal sagen konnten, was sie in ihrem Lieblingsfach gelernt haben! Oliver ist da ganz anderer Meinung, er glaubt nicht an Noten.
Einig sind sie sich darin: Das Anschreiben ist wichtig, das muss überzeugen. Denn da kann man auch wieder klarmachen, dass man sich reinhängen kann – auch wenn der Lebenslauf vielleicht nicht so gerade ist, wie die großen Beratungen sich das wünschen würden.
Wo sind denn aber die Leute, die sich früher von der Ausbildung bis in den Vorstand gekämpft haben? Jahrelang in einem Unternehmen, Stallgeruch und von der Pike auf gelernt? Denn dann hast Du „da oben“ wenigstens jemanden, der wirklich vom Fach ist. Ein gutes Beispiel dafür ist Christian Klein von SAP, ein Hausgewächs, das sich seit 24 Jahren hocharbeitet und jetzt als CEO fungiert.
Christian erzählt von einem Bau-Unternehmen, dessen Vorstand hauptsächlich aus Juristen besteht. Sozusagen eine Anwaltskanzlei, die auch Häuser baut. Das kann doch nicht funktionieren!
Doch warum lassen Beratungen mittlerweile auch Quereinsteiger:innen zu? Die beiden selbst ernannten semi-alten Cis-Männer sind sich sicher: Weil sie’s müssen!
Kann ja teilweise auch helfen, wenn unterschiedliche Sichtweisen zusammen kommen – und es erhöht den Pool an Bewerber:innen, der durch den Fachkräftemangel sowieso schon klein genug ist.
Und auch hier gilt wieder: Es müssen alle kommunizieren und zusammenarbeiten. Am Beispiel Auto ist ja auch klar: Nur Design hilft genauso wenig weiter wie nur Ingenieurkunst. Ist übrigens auch das Learning der ersten Folge - Kommunikation hilft!
Aber: Was ist eigentlich mit diesen Leuten los, die „Ex-McKinsey“ in ihre LinkedIn-Bio schreiben?
Schreibt man das auf Tinder auch rein, mit wem man mal im Bett war und dadurch „approved“ wurde? Oder geht’s da ums nackte Überleben?
Klartext eben.
▬▬▬▬▬▬ Profile und Links: ▬▬▬▬
Zum LinkedIn-Profil von Christian: https://www.linkedin.com/in/christian-krug/
Zum LinkedIn-Profil von Oliver: https://www.linkedin.com/in/oliverulbrich/
▬▬▬▬▬▬ Timestamps: ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
00:00:00 Die Folge startet mit einem Lacher
00:01:13 Highlight und Lowlight
00:05:25 Ist das Leben ohne Studienabschluss schwieriger?
00:06:59 Ex-McKinsey
00:09:59 Sind Noten wichtig?
00:13:16 Anschreiben statt Noten
00:15:54 Noten als größte Hürde für Absolventen
00:18:35 Hocharbeiten im Unternehmen
00:22:50 Quereinstieg gewünscht
00:27:42 Recruiterin im Vorstellungsgespräch
00:29:26 Stellenbeschreibungen
00:37:39 Personas
00:38:32 Consultants aus dem Fachbereich
00:40:05 Bereiche müssen zusammenarbeiten
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