Ist es eine gute Idee, den Hamburger Hafen zur Hälfte an die größte
Reederei der Welt zu verkaufen? Für Hamburgs Bürgermeister Peter
Tschentscher, Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard und Finanzsenator
Andreas Dressel (alle SPD) scheint es nicht den leisesten Zweifel daran
zu geben. Fast im Alleingang haben die drei im vergangenen Jahr den
Einstieg der Schweizer Reederei MSC bei der Hamburger
Hafenbetriebsgesellschaft HHLA verhandelt. Als sie ihre Pläne im
September öffentlich machten, waren selbst Insider erkennbar überrascht
– ebenso wie einige Entscheidungsträger, die nicht eingebunden waren.
Und längst nicht alle sind so überzeugt wie Tschentscher, Leonhard und
Dressel.
Für den früheren wirtschaftspolitischen Sprecher der Sozialdemokraten in
der Bürgerschaft, Joachim Seeler, ist der MSC-Deal ein "historischer
Fehler". In dieser Woche haben zwei wichtige Bürgerschaftsausschüsse dem
Einstieg von MSC zugestimmt – obwohl die Abgeordneten offenbar gar nicht
alle relevanten Informationen zur Verfügung hatten, wie die ZEIT-Autorin
und Hafenexpertin Kristina Läsker im Hamburg-Podcast Elbvertiefung
berichtet. Seitdem der Deal bekannt wurde, recherchiert sie intensiv zu
den Hintergründen.
Im Gespräch mit Hamburg-Ressortleiter Florian Zinnecker spricht Kristina
Läsker darüber, was sich die Reederei MSC vom Einstieg in Hamburg
verspricht, wer in der Reederei eigentlich das Sagen hat, wie das
Geschäft zustande kam und welche Folgen für den Hamburger Hafen absehbar
sind.
Der Podcast Elbvertiefung erscheint immer samstags. Immer abwechselnd
sprechen die beiden Hosts Florian Zinnecker und Maria Rossbauer mit
Kolleginnen und Kollegen aus dem Hamburg-Ressort der ZEIT über ein
Thema, das die Menschen in der zweitgrößten Stadt Deutschlands bewegt.
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