Der monatelange Machtkampf zwischen dem Chef der Söldnertruppe Wagner
und dem russischen Regime ist eskaliert. Am Freitagabend hat sich
Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin in einem bewaffneten Aufstand gegen die
russische Militärführung gestellt. Seit Anfang des Krieges in der
Ukraine hat die paramilitärische Gruppe an der Seite Russlands gekämpft
und war maßgeblich an der Eroberung der Stadt Bachmut im Donbass
beteiligt.
Sein Ziel ist, so sagt Prigoschin es selbst, die in seinen Augen
korrupte und unfähige russische Militärführung auszutauschen. Eigenen
Angaben zufolge hat die Gruppe Wagner alle militärischen Einrichtungen
der Stadt Rostow am Don übernommen und will weiter nach Moskau
vorrücken. Diese Angaben lassen sich jedoch noch nicht unabhängig
prüfen.
In einer Fernsehansprache hat der russische Präsident Wladimir Putin den
Aufstand am Samstag als Verrat verurteilt, schwere Strafen angekündigt
und die Söldner aufgefordert, sich nicht zu beteiligen. Maxim Kireev ist
Russland-Experte aus dem Politikressort von ZEIT ONLINE und erklärt, was
man über Jewgeni Prigoschin wissen sollte und welche Szenarien in
Russland jetzt denkbar sind.
Moderation und Produktion: Moses Fendel
Mitarbeit: Olga Ellinghaus
_Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter
[email protected]. _
Weitere Links zur Folge:
-Jewgeni Prigoschin: Es kann nur einen geben
-Russland: Was wir über den Aufstand der Wagner-Gruppe wissen
-Liveblog: Ukraine-Krieg
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